My Life In London

Ein kleiner Auszug aus meinem Leben hier in London, nachdem ich Duesseldorf und meiner Heimat den Ruecken gekehrt habe ...

Thursday, November 30, 2006

Vom Meer Und Unfaellen

Das ist BRIGHTON, an der Suedkueste Englands. Dort hat uns unser Coachtrip am letzten Sonntag hingefuehrt, und obwohl es ziemlich kalt (wenn auch sonnig) und stuermisch war, war es die Reise wert. Im Sommer muss es herrlich dort sein. Einige Pubbesucher/besitzer dort haben uns schwer enttaeuscht, aber das ist ein anderes Thema *hust*

Am Samstag habe ich mich nach einer Shopping Tour durch Sutton (mit Sofia, Petra und Sanne) mit R., A. und den Kindern in Wimbledon getroffen, wo wir nach einem schoenen "curry" (umgangsspr. fuer "indisches Essen" welches die Nationalkueche Englands bildet!) Starlight Express gesehen haben.
Wirklich beeindruckend.

Die Show habe ich bereits einige Male in Bochum (Deutschland) und vor gut 10 Jahren in London (Victoria Palace Theatre) gesehen. Dies war eine Tourneeproduktion, jedoch 1A insziniert und der in Bochum sehr aehnlich, ausser dass die Rennen auf Leinwand (in 3D) stattfanden.

Gestern hatte ich ein "Interview" bei meinem potenziell neuen College in Fulham. Wie es naechstes Semester genau weitergeht steht allerdings noch nicht fest. Im Moment bin ich froh, dass ich alle Pruefungen soweit hinter mir habe und den "Foltervorlesungen" meiner Lektorin bald den Ruecken kehren kann *g*

Heute haben wir mal wieder den ganzen Vormittag mit Pruefungsvorbereitungen verbracht und nach einer kleinen "lunchbreak" mit Janna bei SUBWAY latsche ich nichts ahnend unsere Strasse entlang, da sehe ich direkt vor unserem Zeitungskiosk einen Radfahrer auf den Boden liegen ....
"To cut a long story short" - er war mit seinem bike mit zu viel speed (weil bergab) ausgerutscht und gegen den dortigen Zaun gedonnert (angeblich weil er einem Auto ausweichen musste). Die Fahrerin des Golf hing am Telefon und fragte mich aufgeregt nach der Strasse. Nachdem ihr diese mitteilte (immerhin wohne ich dort) sah ich direkt ueber ihr das Strassenschild, aehm.. but.. never mind.
Der Radfahrer war 43, ein super netter Familienpapi und (wie ich fand) ein 1A Patient (meinte auch die ambulance Tussi), der sich trotz extrem blutender Platzwunde (meine ADIDAS Tasche ist jetzt absolut mit Blut durchtraenkt, genauso wie meine Hausaufgaben (wie schade *ggg*)) und gebrochenem Arm (man musste kein Arzt sein um zu sehen dass der gebrochen war) nur darueber aufgeregt und sich entschuldigt hat wie "bloed" er doch waere *g*
Wenn man hier einen Rettungswagen ruft wird man (manchmal bis dieser eintrifft) komplett ausgefragt und angewiesen - bis ins Detail - was meiner Information nach dazu dient die Anrufe in Kategorien zu packen, denn "ambulances" sind (wie man sich vorstellen kann) extrem beansprucht. Nach einer Umfrage wuerden 30% aller Londoner bei Zahnschmerzen den Rettungsdienst rufen (Die spinnen die Englaender) *lol* - von daher wird aussortiert *g*
Es waren glaube ich nur an die 10 min aber mir kam es ewig vor, waehrend ich die Kopfwunde mit Taschentuecher drueckend auf dem kalten Asphalt hockte. Normalerweise nervt mich das Geheule der Sirenen hier an jeder Ecke aber heute habe ich sehnsuechtig darauf gehorcht..
Der erste Rettungssanitaeter (die haben hier Einzel-Fast-Responders/spaeter kamen noch drei dazu inkl. Azubi *g*) sah aus wie Elvis Presley und hat auch so geredet *g*
Der Kommentar der Golftussi als Mr Presley mit seinen Taschen angeschlendert kam "Laesst der sich extra so viel Zeit um uns zu aergern oder kann der nicht anders" war zwar etwas unpassend, aber hat zumindest ein Laecheln auf dem Gesicht unseres Patienten verursacht. Mein "Der schaut ja gut aus, aber (mit Bedacht auf den Fakt das Patient maennlich) das nutzt ihnen jetzt wahrscheinlich nischt" hat sogar n kurzen Lacher bekommen (ueber sowas ist man in der Situation echt happy).
Ich hatte zudem die "Ehre" Mr Presley *g* den Verband zu "pushen" - what an honour *hust* (irgendwie sah dieser hinterher etwas klaeglich aus, aber Gott sei dank hat das restliche Equipment inklusive Schaufeltrage und oxygen mask das Ganze dann wieder etwas "Professioneller" ausschauen lassen *lach*
Soviel zu meinem Vormittag... Danach stand Buegeln auf dem Plan *g* Meine Tasche habe ich gerade weggeworfen *heul* (wie egoistisch, ich weiss *gg*)

Friday, November 24, 2006

Von Kinderkrankheiten und Pink Panther

Die Woche ist diesmal wirklich wie im Fluge vergangen und ich kann kaum glauben, dass wir schon Ende November haben (wie immer). Das macht mir (wie immer) fast Angst.

College nervt mich im Moment. Zum Einen weil ich einige Disbute mit meiner lieben Tutorin hatte und zum anderen weil wir im Moment immer und immer wieder die selben Dinge durchkauen *muedebin*

Das Wetter spielt hier z.Z. komplett verrueckt. Es faengt i.d.R. mit einem herrlich blauen Himmel und Sonnenschein an und verlaeuft sich dann urploetzlich und gegen Mittag (immer wenn ich gerade vom College die Strasse runter laufe) in immense Regenerguesse, die es jedesmal schaffen mich komplett zu durchnaessen. Warum nimmst du keinen Regenschirm mit? hoere ich einige rufen.. Naja. Wahrscheinlich liegt das daran, dass ich mit meinen zig Buechern, Tasche, etc. schon so schwer zu schleppen habe, dass ich mich bei strahlend blauem Himmel wirklich nicht dazu durchringen kann, meine Handtasche noch voller zu stopfen.



Am Montag haben wir L. besucht und ihren Auftritt beim Musikfestival angeschaut. Sie ist eine wirklich gute Saengerin und Violinspielerin und ihr Showtalent ist einmalig. Danach haben Nicole, Lea und ich mal wieder die Zeit im schicken "Cafe Rouge" (frz.) in Wimbledon Village verbracht, waehrend Louise und ich am Dienstag mal wieder nicht wiederstehen konnten und den "crazy Tuesday" zum halbenpreis Kinobesuch genutzt haben.

STARTER FOR TEN ist eine wirklich gute, britische Komoedie, die jede Auszeichnung verdient hat und mich sehr an "THE HISTORY BOYS" erinnert hat.

Gestern haben wir den Abend mit Eis und "The Pink Panther" (mit Steve Martin) verbracht, nachdem L. und R. beide synchron "erkrankt" sind *ggg*
Es ist manchmal faszinierend zu sehen, wie Eltern und insbesondere ueberreagieren koennen wenn es um ihre Kinder geht. Da werden kleine Maloere schnell zum Drama und ein bisschen Husten zur "schrecklichen Infektion". Auch war es erstaunlich zu sehen wie A. in Panik geraten ist, nachdem sie herausgefunden hat, dass sie ihrer achtjaehrigen Tochter Hustensaft der fuer "Kinder unter 12 nicht geeignet" war - Dies war wohlgemerkt zwoelf Stunden NACHDEM dieser verabreicht wurde. Es wurde der Hausarzt angerufen, die Apotheke und letztendlich die vom nationalen Gesundheitssystem eingerichtete Notfallnummer (nicht dreimal die Neun, sondern eine Art Auskunft fuer gesundheitliche Notfaelle) - natuerlich bestaetigten alle was ich mir bereits nach 2 Minuten gedacht hatte, aber naja... Muetter ....

Monday, November 20, 2006

Von Eiskloetzen und Panikattacken

Am Sonntag waren wir in CAMBRIDGE.
Eine wunderschoene Universitaetsstadt, zwei Stunden Busreise noerdlich von London und wie ich hoffe jedem ein Begriff (da immerhin eine der angesehensten Universitaeten der Welt und nach Harvard (USA) auf Platz Zwei).
Wirklich beeindruckend. Auch dort fanden wir Starbucks, Subway und Co. sowie ein Shopping Centre (in dem verwirrte Leute in Disney Kostuemen durch die Gegend liefen und kleine Kinder mit Zucker beworfen haben *g*), also war der Tag gerettet *lach*


Am Samstag haben Sofia, Sanne, Janna, Petra und ich einen Trip nach Camden Town/Market gewagt (was wir allerdings schnell bereut haben).
Nicht nur, dass ich inzwischen nicht mehr zaehlen kann wie oft ich bereits dort war und mir den Geruch von diversen Raeucherstaebchen und "Gras" in die Nase hab steigen lassen, es ist auch so, dass mich die pure Anwesenheit dort extrem nervoes macht.
Hinzu kommt, dass wir einen Riesen Umweg in Kauf nehmen mussten, da zu einem TFL und Co. ("Transport For London") entschieden hatte, an diesem Wochenende mal wieder dutzende Bauarbeiten zu vollziehen, und zum anderen Petra die Circle Line (tube) meiden wollte, da sie dort das letzte Mal eine ordentliche Panikattacke gehabt hatte ...
Als es irgendwann auch noch dunkel und kalt wurde (wenn ich ein Gefuehl hasse, dann ist es das eiskalter Klotzfuesse bei denen jedes Gefuehl in den Zehen verloren gegangen ist), haben wir uns dahin gehend aufgemacht im West End diverse Theater nach Resttickets und Studentenermaessigungen abzuklappern, sowie unsere aufgebrachten Gemueter mit "Eggnog Latte" (das beste Getraenk das Starbucks um die Weihnachtszeit zu bieten hat) *g* zu beruhigen ...

Friday, November 17, 2006

Stress Und Paparazzi

Eigentlich wollte ich diesen Post damit starten, von meinem letzten Wochenende zu berichten, aber ich muss gerade erschreckend feststellen, dass ich mich nicht mehr wirklich daran erinnere was ich gemacht habe *ups*

Am Samstag morgen war ich (soviel weiss ich noch *ggg*) mit L. bei ihrer Gesangsstunde in Wimbledon Village. Sehr interessant und hoch beeindruckend. Da ich selbst einmal Gesangsunterricht hatte, habe ich mich durch die diversen Uebungen am Klavier ploetzlich gut 5 Jahre zurueck versetzt gefuehlt (gruselig).
Ihre Lehrerin (Shannon) ist eine bekannte Opernsaengerin, welche u.a. 8 Jahre an Opernhaeusern in Ostdeutschland gesungen hat (Leipzig etc.)
Sie war eine der wenigen bei der die "Kennenlernphase" NICHT wie folgt abgelaufen ist:

"Oh hiya, nice to meet you. You're from Sweden, aren't you?"
(Ein innerliches Grummeln meinerseits, doch dann mit einem gespielten Laecheln:)
"Oh, aehm, no, I'm German" (+ gedachtes "Sorry")
Und ein enttaeuschtes: "Oh" (womit meistens die Konversation endet.. ODER etwa in die Richtung geht "Ja, ja, mein Vater war damals in Paderborn weil in der Armee" *grrr*
*ggg* Passiert mir hier JEDESMAL!
Englaender lieben es auch dir ihre (nicht vorhandenen) Deutschkenntnisse zu praesentieren, was dann meistens in Peinlichkeiten ausartet, da du bei bestem Willen nicht verstehst was sie da (auf Deutsch!) zu dir sagen *lach*

Der Anfang war wie oben beschrieben (auch sie steckte mich sofort nach "Schweden"), doch dann war sie ganz ueberrascht (ja, ja, ich hab mir schon vor langer Zeit meinen deutschen Akzent abgewoehnt, kein Englaender packt mich mehr nach "Deutschland") und begeistert, da aus Deutschland ja all die musikalischen Genies (Brahms, Bach und Co.) kommen und sie immerhin dort die besten Arbeitsbedingungen gefunden hat *grins*
WOW *lol*

Ich denke, dass ich den Rest des Wochenendes (wie immer) damit verbracht habe, mich durch die (am Wochenende mit Touristen vollgestopfte) Stadt zu quaelen, in diversen Coffe Shops mit Freunden zu treffen, ins Theater oder Kino zu gehen und nebenbei noch halbwegs zu versuchen meinen Bildungsstand nicht vollkommen verkuemmern zu lassen *hust*

Die letzten beiden Filme, die wir (im Kino) gesehen habe waren "BORAT" (eine irre-lustige wenn auch uebertriebene Doku-Komoedie, in der die Amis nicht unbedingt gut wegkommen *g*) und "BREAKING AND ENTERING" (was im Deutschen wie ich eben erschreckend feststellen musste) als "Einbruch und Diebstahl" in die Kinos kommt (ich hoffe, dass sie dies zumindest als Untertitel lassen, da sonst die eigentliche "Doppeldeutung" vollkommen abhanden geraet).
Ein 1A genialer und sehr intelligenter Film (mit Jude Law und Juliette Binoche), der die Geschichte eines muslemischen Diebes erzaehlt, der bei einem Einbruch in das Büro eines jungen Architekten von diesem überrascht wird. Diese Situation und einige darauffolgende Ereignisse bringen nicht nur den jungen Mann dazu, sein Leben neu zu überdenken...

Die Woche war ansonsten sehr stressig (da A. aus dem Krankenhaus zurueck und die ganze Zeit zu Hause ist) und hinzu kommt, dass ich im Moment massiv schlechte Laune habe. Di und Mi hatten wir Abschlusspruefungen und ich denke, dass ich mich trotz einiger Konzentrationsschwierigkeiten einigermassen gut gemacht habe (Das Ergebnis bleibt abzuwarten).

Wusstet ihr, dass Michael Ballack 6 Autos hat, darunter einen Ferrari, und seine Frau den Kauf einer 50 000 Euro ARMBANDUHR(!) als Schnaeppchen betrachtet, aber eine Stunde Spaziergang mit ihren eigenen Kindern im Park als Folter? *g*
Well.. Ich sollte hier eigentlich nicht so viel ausplaudern, sonst kommt uns irgendwann noch ein Papparazzi auf die Spur und wir werden erpresst und/oder bestochen, wobei letzteres... Lassen wir das! *g*

Saturday, November 11, 2006

Little Britain und das Opernhaus

Obwohl ich ein grosser Musikfan und -kenner bin, stehe ich normalerweise eher auf Rock/Pop und Musicaltheater, waehrend mein Vater hingegen ein grosser Opernliebhaber war und daher unser Keller voll ist von La Traviata und Co. Am Dienstag bin ich allerdings in den Genuss gekommen, mit Anne und Lydia "LA BOHEME" zu sehen, und zwar im ROYAL OPERA HOUSE (Covent Garden/ London) - ein wirkliches Erlebnis!

Im College sind wir zur Zeit dabei, uns auf unsere Zwischen- und Abschlusspruefungen vorzubereiten. Die letzten beiden Freitage bestanden daher aus Sprach- und Diskussionstraining, sowie "listening"-Uebungen fuer die muendliche Pruefung nacheste Woche.

Dies ist eine der bekanntesten Sketch- und Comedy Shows im britischen Fernsehen - "LITTLE BRITAIN".
Teilweise ein sehr schwarz-britischer Humor, mitunter zum Schreien lustig und zwischendurch zu tiefst "uebertrieben", aber immerhin sehr, sehr unterhaltsam (ich liebe es und hab inzwischen alle dvds).
Fuer diejenigen die wissen moechten wovon ich spreche.. ein Link:

http://www.youtube.com/watch?v=hFQTuWTo7FE
..oder dieser hier (ein ganz kurzer Clip):
http://www.youtube.com/watch?v=xFaAbMTlMeY

Gestern waren Lea, Nicole, Janna und ich in Wimbledon (Village) aus, wo wir nach einem Mix aus Schokolade, Wein, Cidre, Cafe Latte und Ice Cream ueber Michael Ballack's Frau und seine verzogenen Blagen abgelaestert haben und danach, mitten in der Nacht, fast eine Dreiviertelstunde auf den Bus warten mussten (im Regen wohlgemerkt). Brr.

Thursday, November 09, 2006

Schlimme Lehrer und coole Schritte

Und schon wieder ist so viel Zeit vergangen *schlechtes Gewissen*

Mein Wochenende war wie immer sehr ausgefuellt und mehr Stress als Entspannung but that's the way I like it, so ....

Am Samstag habe ich mich mit Louise nach Kensington (Sued-London) aufgemacht, wo wir uns zwei Stunden als Touristen getarnt und ein Museum (Victoria & Albert Museum) besucht haben *hust*, was wirklich .. interessant war, bevor wir eine kleine Therapiestunde bei Coffee Republic eingelegt haben, in der ich von Louise bezueglich meines derzeitigen "Haarproblems" therapiert wurde und ich ihr wiederum seelischen Beistand wegen ihrer Jobsituation gegeben habe *g*

Danach haben wir uns in Hammersmith durchs Shopping Centre geschlagen und den Abend mit .. babysitting *great* verbracht.

Am Sonntag war GUY FAWKE'S DAY, d.h. "Bonfire Night" (5.NOV) und Janna, Sanne, Luisa, Louise, Petra, Sophie und ich haben uns nach einem Kaffee in Waterloo am Bahnhof getroffen... Die "fireworks" die traditionell stattfinden waren aber weitestgehend schon vorbei, so dass wir am Ende im Kino in Wimbledon gelandet sind *lach*....

STEP UP ist ein echt genialer und unterhaltsamer "Tanzfilm" mit guter Musik und cooler Choreographie .. genau das was wir alle an diesem Abend brauchten *ggg*

Gestern hatte ich ein "face 2 face"-Gespraech mit meinem Tutor - Valerie (der groessten Schreckschraube unseres College).
Ein Disaster.
Mir wurde ernsthaft gesagt ich waere: (Zitat)"arrogant, ignorant und provokativ" (dass ich nicht lache). Der einzige Grund dafuer dass ich ihr gegenueber so rueberkomme mag der sein, dass ich mir in meinem Alter von einer derartigen "Persoenlichkeit" nichts gefallen lasse und da sie uns pausenlos wie Kinder behandelt habe, habe ich ihr das gegeben das sie verlangte: ein Kind! *ggg*
Bad luck *ggg*

Friday, November 03, 2006

Von Aerzten und Latinos

Dies war waehrend unseres "river-Spaziergang" (mit Louise) letzte Woche und ich muss sagen, am London Eye kann ich mich nie satt sehen. Ich finde es unverstaendlich, dass einige Londoner der Meinung sind es passe nicht in die Skyline der Stadt.

Am Montag war unser grosser Abend "out", an dem wir nach einem kurzen Abstecher ins schickste Hotel der Stadt (Savoy) "EVITA" gesehen haben. Ein wirklich fantastisches Stueck und da ich bis jetzt nur die Filmversion kannte (Gott, Antonio Banderas kann mich in der Rolle des "Che" immerwieder in Adrenalinueberfluss stuerzen) war es wirklich beeindruckend das Ganze mal live und in einer 1A Inszenierung zu bewundern. Fantastisch ...


Ich bin krank.
So far so good. Eine Erkaeltung muss man ja in dieser Jahreszeit und bei diesen Witterungsverhaeltnissen wohl oder uebel als "natuerlich" betrachten und ich bin auch Meister darin meine Symptome und mein Leiden weitestgehend zu ignorieren waehrend ich meiner Arbeit und sonstigen Verpflichtungen nachgehe. Allerdings finde ich es extrem "inconvenient" (sorry mir faellt grad beim besten Willen keine dt. Uebersetzung ein), wenn ich jede Nacht um 2 Uhr aufwache und das Gefuehl habe zu ersticken *schnief*

Am Mittwoch habe ich mich dann dazu entschlossen, unserem GP (Hausarzt) einen Besuch abzustatten.
Allerdings nicht, um diesen mit meinen ordinaeren Erkaeltungssymptomen zu langweilen (die 7 Tage - 1 Woche Regel), sondern um mich zu "registrieren".
Dieses Verfahren sieht hier wie folgt aus. Kommt man neu ins Land oder zieht man um (wie ich) sucht man sich (per Internet) die naechste Praxis und fragt dort an, ob noch Patienten aufgenommen werden. Fuer gewoehnlich richten sich die Kriterien danach, ob man im Bezirk des jeweiligen GP wohnt und in wieweit noch neue Patienten registriert werden koennen. Ich jedenfalls hatte Glueck und durfte eines dieser huebschen blauen Formulare ausfuellen. Danach bekommt man einen Termin bei der "nurse" (jede Arztpraxis hat i.d.R. eine oder mehrere Krankenschwestern beschaeftigt, zu der man bei weniger akuten Sachen geschickt wird und zu Routineuntersuchungen) zum "check up". Zu diesem "check up" zaehlen unzaehlige Fragen ueber Familiengeschichte, Krankengeschichte, Medikamenten, Lebensstil (Rauchen, Sport, Ernaehrung, etc) und die ueblichen parameter wie Groesse, Gewicht etc. etc. sowie ein "Blutdrucktest" (zu dem man wenn man wie ich die Pille verschrieben bekommt alle 2 Monate gehen muss.) Das ganze dauert 10 min und dann ist man registriert, bekommt seine NHS-karte und kann jederzeit Termine wahrnehmen.
Was mir hier immer wieder auffaellt ist die Sorgfalt mit derer Vorsorgeuntersuchungen bei den weiblichen Patienten nachgegangen wird. Man bekommt Broschueren, muss regelmaessig bestimmte Tests machen und wird ueber Brustkrebs etc. intensiv aufgeklaert. Ich fuehre das mal einfach darauf zurueck, dass England die hoechste Brustkrebsrate in Europa hat? Jedenfalls hat mein Hausarzt in Deutschland nie so ein Theater gemacht... Oder lag das daran, dass ich das letzte Mal als ich den gesehen habe noch viel zu jung dafuer war? *ggg*