My Life In London

Ein kleiner Auszug aus meinem Leben hier in London, nachdem ich Duesseldorf und meiner Heimat den Ruecken gekehrt habe ...

Wednesday, February 21, 2007

Meer, Kino und Verrueckte

Im Moment ist "half term", was nicht notwendigerweise was damit zu tun haben muss, dass es das Ende des Halbjahres ist. Jede Art von Schulferien (offiziell) wird (zu jeder Zeit) so genannt. Es kann sich um eine Woche handeln, zwei, drei oder zwei Monaten. Wie dem auch sei, alles ist etwas ruhiger im Moment, A.,R. und die Kids sind im Urlaub und ich spiele Hunde- bzw. Katzensitter. Die Katzen unserer Nachbarin sind einfach goldig, besonders Chocolat, der schwarz-weisse, uebergewichtige Kater, der mich immer freundlich mautzend begruesst wenn ich zur Tuer rein komme.

Das letzte Wochenende war mal wieder mehr oder weniger stressiger als die Woche, da ich zwar anfangs geschafft habe mein Defizit an Schlaf auszugleichen, folglich aber wieder dank meiner naechtlichen Trips und diversen Nachtbussen dieser Stadt so gut wie nie mein Bett zu Gesicht bekommen habe. Ich hatte diverse Diskussionen und Therapiegespraeche auf Damentoiletten diverser Pubs *g*, habe sehr viele nette und interessante Leute kennen gelernt (u.a. ein super nettes Maedel aus Neuseeland) und meinen Alkoholkonsum extrem eingeschraenkt *hust*, bis auf einen Ausrutscher in BRIGHTON am Sonntag (wo ich mich mit Greg getroffen habe)...


BRIGHTON ist eine wirklich schoene Stadt (wenn auch "Schwulen-Hochburg) und der Strand ist herrlich. Es war super mal wieder das Meer zu sehen und die Moewen zu hoeren, auch wenn ich am Ende zu betrunken war. Gott sei Dank hat Greg mich sicher und heil zu unserem Bus gebracht *ggg*

Am Montag war ich mit Klein-Rosie auf der Oxford Street und im Leicester Square im Kino (CHARLOTTE'S WEB - ein wirklich super suesser Film... bei dem ich tatsaechlich heulen musste als die Spinne gestorben ist *lol*), da Lydia, Anne und Nick sich ein Violinkonzert anschauen waren und dies zufaelligerweise in einem Saal direkt hinterm "Selfridge's" stattfand.

Ich habe ein paar Freunde in Aylesbury besucht und nachdem ich gestern frei und den ganzen Tag im Pyjama verbrachte hatte (herrlich) bin ich mit Jose und Emma in Wimbledon ins Kino gegangen, wo wir HOT FUZZ (eine neue britische Polizeikomoedie, die es wahrscheinlich aufgrund des extrem "englischen" Humors nicht in die deutschen Kinos schaffen wird...
Although you never know.

Den Rest des Abends haben wir auf der Couch in einem gemuetlichen Pub in Wimbledon (central) verbracht.. mit Baley's und Lager *ggg*

Heute habe ich beschlossen nach einem Besuch im Beauty Studio hier sportlich zu sein und den Nachmittag mit Rollerblading in Central London zu verbringen..
Als besondere Herausforderung schliesse ich meinen "Rundlauf" grundsaetzlich mit einem schnellen Blade durch Westminster und an den Touristenmengen und BIG BEN vorbei die Thamse entlang.. Dabei ist es immer besonders "Fun" die Luecken zu finden durch die Menschenmengen hindurch. Man sieht nicht die Person (guck niemals jemanden in die Augen, das verwirrt Leute und ehe man sich versieht crasht man ineinander *g*), nur die "Luecken" zwischen den Leuten *gg*.
Wie dem auch sei, ich war fast in Waterloo (am Ende meiner Reise *g*) angekommen und gerade an Lambeth Bridge vorbei in die "downhill" area eingebogen, da faellt mir ein Typ (kein Obdachloser, Sportkleidung, mein Alter) auf, der (sein Rad neben ihm aufm Boden geworfen) an eine Mauer gelehnt den Kopf in seinen Haenden vergraben und allgemein irgendwie "deplaziert" aussah.
Ich muss dazu sagen, nach einiger Zeit in dieser Stadt gewoehnt man sich an "seltsame Gestalten" ueberall und Betrunkene liegen hier an jeder zweiten Ecke. Niemand interessiert's und keinem faellt's auf.
Dieser junge Mann fiel mir allerdings auf und ich fragte ihn nett ob alles okay sei - keine Antwort, keine Veraenderung der Position. Nach einigen "hello?"s und "You alright?"s hab ich ihn mir ein bisschen naeher angeguckt und ihn am Arm geruettelt.. Er war (wie ich sagen wuerde) Mitte - Ende 20, gut gekleidet, schickes Fahrrad etc. und nicht mal "haesslich" *ggg* - doch sein Verhalten fand ich dann doch etwas seltsam und irgendwie sah ich keinerlei Hinweis darauf warum er nicht in der Lage waere mir zu antworten *grrr*. London waere nicht London ohne seine "freaks" und so entschied ich mich fuer eine klare Ansage: "Alles in Ordnung, kannst du mit mir reden? Bist du verletzt?" (Er sah nicht verletzt aus, obwohl seine Nase extrem am Laufen war *g*).. "Okay, moechtest du vielleicht Hilfe? Ich kann die Polizei rufen" (mit Betonung auf dem Wort "police" *ggg*) und damit tat ich so als wenn ich mein Handy suchen wuerde und murmelte zu mir selbst (so dass er mich hoeren konnte) "Die werden schon wissen was zu tun ist."
Ploetzlich wurde der anfangs nicht wirklich reagierende junge Herr hellwach, sprang auf (als wenn rein garnichts gewesen waere), schniefte sein Nasensekret ein *lol*, nahm sein Rad, guckte mich an "Ich bin in Ordnung" (er sah wirklich kein Stueck verletzt aus) und schwang sich auf sein Rad.
"Schoenen Tag noch" meinte ich waehrend ich dachte ich tick nicht mehr richtig.
Das ganze war noch dazu 300 Meter vom naechsten Krankenhaus entfernt ... Strange... Very strange... Obwohl ich fast lachen musste...

Thursday, February 15, 2007

Kopfschmerzpost

Ich schreibe diesen Post mit erheblichen Kopfschmerzen (dank unseres weiblich-monatlichen Problems) und einem nicht unbedeutenden Koffein- und Aspirinspiegel im Blut, also bitte verzeiht mir jegliche Rechtschreibfehler und/oder Aehnliches.

Ich bin mal wieder (wie sollte es auch anders sein) im Dauerstress und obwohl ich kontinuierlich versuche diesen mit Fun-Aktivitaeten wie Kino/Theater/Cafe- und Pubbesuch zu kompensieren gelingt mir das nur sporadisch.

Das letzte Wochenende bestand darin die Infrarstruktur Londons bis aufs Aeusserste auszutesten. Natuerlich durften dabei zahlreiche Kaffees zur Staerkung (so alle zwei bis drei Stunden) nicht fehlen.
Meine Freunde schaffen es immer wieder mich zur Weisglut zu treiben, denn wenn ich eines nicht ausstehen kann dann ist dies Unpuenktlichkeit, bzw. Langsamkeit.
Ich scheine verflucht zu sein, denn allen meinen Freunden geht das Talent auf die Uhr zu schauen vollkommen ab. DAS MACHT MICH WAHNSINNIG.

London ist "nett". London ist aufregend, herausfordernd, unterhaltend, bunt, laut, international und tolerant. Letztendendes jedoch auch einfach nur verrueckt und dafuer liebe ich diese Stadt.
Trotz des Fakts, dass ich mich mitunter hier nicht nur zu 100% zu Hause fuehle, sondern auch komplett integriert, akzeptiert und respektiert (zumindest die meiste Zeit) gibt es einen Nachteil: Nach einiger Zeit verliert selbst die aufregendste Stadt der Welt ein wenig an Attraktivitaet, trotz oder besser: besonders aufgrund der Tatsache, dass nach einiger Zeit selbst das Unnormalste normal wird und das macht mir Angst.
Mein Leben ist komplett chaotisch (trotz eines gewissen Alltagstrott/Routine) und das Verrueckte daran: es ist schon normal fuer mich geworden.
Als ich gestern durch die Strassen des Zentrums schlenderte.. vorbei an "BIG ISSUE"-Verkaeufern (Obdachlosen), Alkis, City-Bankern, Bobbies (Polizisten), Strassenverkaeufern und Dreck, wurde mir eins ploetzlich klar: All das was frueher so schoen anders, fremd, neu, aufregend und herausfordernd war ist heute Alltag.
Damit tut sich ein weiteres Problem auf: Ich fuehle mich wie ein Junkie. Ich bin immun geworden gegen die Anziehungskraft dieser Stadt, der Fassaden, der Menschen hier.. Ich nehme alles immernoch unbewusst in mich auf, doch auf eine andere, natuerlichere Weise. Dies ist meine Stadt geworden, mein Leben. Ich kenne fast jeden Pflasterstein.. die Gegenden in denen die Reichen wohnen, die Strassen in die man nach 10 Uhr abends nicht mehr gehen sollte.. die besten Pubs, Clubs, Restaurants und Theater der Stadt.. Die Plaetze die man immer nur von aussen sieht.. den Teil der Gesellschaft zu dem man nie Zutritt erhaelt und jenen dem man lieber freiwillig den Ruecken zukehrt...
Es ist wunderbar und zugleich erschreckend. Jeder Tag ist eine neue Herausforderung und doch habe ich Angst.. Angst vor dem Tag an dem mir alles was ich immer wollte, all das wofuer die Stadt und mein Leben hier steht, nicht mehr genug ist ...
Ich will mehr - und was ist dann ....

Tuesday, February 06, 2007

Auf Dem Weg Der Besserung?

Ich bin wieder einigermassen genesen und auch der Druck, bzw. Stress hat uebers Wochenende einiges an Bedeutung verloren.
Nach einem Babysitterabend am Freitag (= Ruhe und Erspannung ohne "Kater") bin ich mehr oder weniger frisch ins verdiente Wochenende gestartet.

Janna, Sanne, Sofia, Petra und ich haben die Woche mit einer dreistuendigen Sitzung in "CAFE NERO" ausklingen lassen, wo es zudem Sanne's Geburtstag war und wir somit heftige 2000 Kalorien in Form von TESCO'S Chocolate Fudge Cake verdrueckt haben *g*

Der Samstag bot herliches Fruehlungswetter und die damit verbundenen Fruehlingsgefuehle. Zudem habe ich nach einem Brunch mit Emma den Nachmittag mit einem netten Spanier verbracht *ggg* Nur so viel sei gesagt, er ist Musiker/Komponist und hat bereits Filmmusik geschrieben.
Abends haben wir uns dann trotz massiver Geldnot eine West End Show gegoennt und da mir in der 12. Reihe im zweiten Rang etwas schwindelig/uebel wurde, durften wir die letzten 2/3 der Show dann vom Parkett aus bewundern (sehr entgegenkommend der Manager im Adelphi Theatre *ggg*) ...

Am Sonntag habe ich mich nach einer intensiven Shopping Ecstasy Tour durch London's Zentrum mit Lydia, Rosie und Anne in Kensington getroffen, wo wir in der ROYAL ALBERT HALL den Cirque Du Soleil bewundern durften. Zwar nur von der Gallerie aus aber immerhin.
Abends haben Lea, Michael Ballack's Kindermaedchen N. *g* und ich Wimbledon unsicher gemacht.
Im Kino haben wir uns spaeter am Abend dann BLOOD DIAMOND (mit Leonardo DiCaprio) angeschaut. Ob es an dem (wirklich extrem blutigen und brutalen) Film lag oder an den 250g reinen Zucker *g* in Form von "Pick 'n choose candy" - ich weiss es nicht - aber wir haben das Kino aufgrund erheblicher Uebelkeit frueher verlassen muessen.
Ich habe es dann letztendlich geschafft trotz allem NICHT in Michael Ballack's AUDI zu kotzen - CONGRATULATIONS (und nein, Alkohol war nicht im Spiel *g*)

Hier seht ihr mich mit Greg's gorgeous cat (Ich liebe Katzen, hatte ich das schonmal erwaehnt?)

Thursday, February 01, 2007

Heilung?

Ja ja ja, ich geb's ja zu - ich bin schrecklich im Moment. Allerdings habe ich eine Entschuldigung: Ich war (bin) krank und extrem eingebunden in Arbeit und College (Diskussionen, Auseinandersetzungen und Hausarbeiten). Zur Zeit scheint ganz London von diversen Viren und kranken Menschen befallen zu sein (mich inklusive).

Das letzte Wochenende habe ich hauptsaechlich mit ettlichen Stunden Extraarbeit und Babysitten verbracht, sowie einigen Trips in die Vororte Londons und Kinos (bzw. Pubs, Coffee Shops und dunklen Hausecken *ggg*) dieser Stadt *hust*

Alles im Moment scheint irgendwie merkwuerdige Bahnen zu nehmen und ich sehe mich immer oefter mit unserer kleinen Huendin am Ufer der Thamse hier in Putney sitzen und ueber Gott und die Welt gruebeln.
Manche Dinge, zu viele Dinge, die wir ignorant und selbstsuechtig wie wir alle tief innen drin sind, als verstaendlich ansehen sind im Grunde alles andere als logisch oder gar fair und diese Stadt zeigt einem mitunter besser als jeder andere Platz dieser Welt die Abgruende menschlichen Seins auf ("Nein ich werde jetzt nicht philosophisch")! Und manchmal macht mich das extrem nachdenklich.

Ein wirklich suesser Film (den ich vor einigen Tagen mit Sanne und Janna in Wandsworth/South London gesehen habe) ist MISS POTTER (mit Renee Zellweger und Ewan McGreggor) Sehr "sweet" und sehenswert.

Zu allem habe ich zur Zeit ein extremes "Schlafdefizit", was meiner Genesung nicht gerade hilfreich zur Seite steht. Aber an diesem Disaster bin ich ganz alleine Schuld, da ich die letzten Abende bis spaet nach Mitternacht mit diversen Diskussionen und Bekanntschaften dritter Art verbracht habe waehrend ich erhebliche Ueberdosen an Koffein *g* konsumiert habe. (Das Resultat dieses Experiments ist Folgendes: Uebelkeit - und Entzugserscheinungen: Kopfschmerzen *LOL*) Und das ganz ohne Alkohol (die dutzenden Alkoholleichen in den Strassen Londons am Wochenende (und ich denke die Englaender sind die schlimmsten Trinker der ganzen Welt) sind nach einiger Zeit schon irgendwie extrem abschreckend. Hinzu kommen dann verschiedene Szenerien hier, z.B. die sonst so freundlichen Londoner Polizisten, die man dann irgendwann nur noch mit ihren Stiefeln "tretend" den "Lebensgrad" der Besoffenen in den Gossen dieser Stadt testen sieht und sich denkt "WIE KRANK" ... Diese Stadt ist krank.