Von Aerzten und Latinos
Dies war waehrend unseres "river-Spaziergang" (mit Louise) letzte Woche und ich muss sagen, am London Eye kann ich mich nie satt sehen. Ich finde es unverstaendlich, dass einige Londoner der Meinung sind es passe nicht in die Skyline der Stadt.Am Montag war unser grosser Abend "out", an dem wir nach einem kurzen Abstecher ins schickste Hotel der Stadt (Savoy) "EVITA" gesehen haben. Ein wirklich fantastisches Stueck und da ich bis jetzt nur die Filmversion kannte (Gott, Antonio Banderas kann mich in der Rolle des "Che" immerwieder in Adrenalinueberfluss stuerzen) war es wirklich beeindruckend das Ganze mal live und in einer 1A Inszenierung zu bewundern. Fantastisch ...

Ich bin krank.
So far so good. Eine Erkaeltung muss man ja in dieser Jahreszeit und bei diesen Witterungsverhaeltnissen wohl oder uebel als "natuerlich" betrachten und ich bin auch Meister darin meine Symptome und mein Leiden weitestgehend zu ignorieren waehrend ich meiner Arbeit und sonstigen Verpflichtungen nachgehe. Allerdings finde ich es extrem "inconvenient" (sorry mir faellt grad beim besten Willen keine dt. Uebersetzung ein), wenn ich jede Nacht um 2 Uhr aufwache und das Gefuehl habe zu ersticken *schnief*
Am Mittwoch habe ich mich dann dazu entschlossen, unserem GP (Hausarzt) einen Besuch abzustatten.
Allerdings nicht, um diesen mit meinen ordinaeren Erkaeltungssymptomen zu langweilen (die 7 Tage - 1 Woche Regel), sondern um mich zu "registrieren".
Dieses Verfahren sieht hier wie folgt aus. Kommt man neu ins Land oder zieht man um (wie ich) sucht man sich (per Internet) die naechste Praxis und fragt dort an, ob noch Patienten aufgenommen werden. Fuer gewoehnlich richten sich die Kriterien danach, ob man im Bezirk des jeweiligen GP wohnt und in wieweit noch neue Patienten registriert werden koennen. Ich jedenfalls hatte Glueck und durfte eines dieser huebschen blauen Formulare ausfuellen. Danach bekommt man einen Termin bei der "nurse" (jede Arztpraxis hat i.d.R. eine oder mehrere Krankenschwestern beschaeftigt, zu der man bei weniger akuten Sachen geschickt wird und zu Routineuntersuchungen) zum "check up". Zu diesem "check up" zaehlen unzaehlige Fragen ueber Familiengeschichte, Krankengeschichte, Medikamenten, Lebensstil (Rauchen, Sport, Ernaehrung, etc) und die ueblichen parameter wie Groesse, Gewicht etc. etc. sowie ein "Blutdrucktest" (zu dem man wenn man wie ich die Pille verschrieben bekommt alle 2 Monate gehen muss.) Das ganze dauert 10 min und dann ist man registriert, bekommt seine NHS-karte und kann jederzeit Termine wahrnehmen.
Was mir hier immer wieder auffaellt ist die Sorgfalt mit derer Vorsorgeuntersuchungen bei den weiblichen Patienten nachgegangen wird. Man bekommt Broschueren, muss regelmaessig bestimmte Tests machen und wird ueber Brustkrebs etc. intensiv aufgeklaert. Ich fuehre das mal einfach darauf zurueck, dass England die hoechste Brustkrebsrate in Europa hat? Jedenfalls hat mein Hausarzt in Deutschland nie so ein Theater gemacht... Oder lag das daran, dass ich das letzte Mal als ich den gesehen habe noch viel zu jung dafuer war? *ggg*


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