My Life In London

Ein kleiner Auszug aus meinem Leben hier in London, nachdem ich Duesseldorf und meiner Heimat den Ruecken gekehrt habe ...

Friday, November 17, 2006

Stress Und Paparazzi

Eigentlich wollte ich diesen Post damit starten, von meinem letzten Wochenende zu berichten, aber ich muss gerade erschreckend feststellen, dass ich mich nicht mehr wirklich daran erinnere was ich gemacht habe *ups*

Am Samstag morgen war ich (soviel weiss ich noch *ggg*) mit L. bei ihrer Gesangsstunde in Wimbledon Village. Sehr interessant und hoch beeindruckend. Da ich selbst einmal Gesangsunterricht hatte, habe ich mich durch die diversen Uebungen am Klavier ploetzlich gut 5 Jahre zurueck versetzt gefuehlt (gruselig).
Ihre Lehrerin (Shannon) ist eine bekannte Opernsaengerin, welche u.a. 8 Jahre an Opernhaeusern in Ostdeutschland gesungen hat (Leipzig etc.)
Sie war eine der wenigen bei der die "Kennenlernphase" NICHT wie folgt abgelaufen ist:

"Oh hiya, nice to meet you. You're from Sweden, aren't you?"
(Ein innerliches Grummeln meinerseits, doch dann mit einem gespielten Laecheln:)
"Oh, aehm, no, I'm German" (+ gedachtes "Sorry")
Und ein enttaeuschtes: "Oh" (womit meistens die Konversation endet.. ODER etwa in die Richtung geht "Ja, ja, mein Vater war damals in Paderborn weil in der Armee" *grrr*
*ggg* Passiert mir hier JEDESMAL!
Englaender lieben es auch dir ihre (nicht vorhandenen) Deutschkenntnisse zu praesentieren, was dann meistens in Peinlichkeiten ausartet, da du bei bestem Willen nicht verstehst was sie da (auf Deutsch!) zu dir sagen *lach*

Der Anfang war wie oben beschrieben (auch sie steckte mich sofort nach "Schweden"), doch dann war sie ganz ueberrascht (ja, ja, ich hab mir schon vor langer Zeit meinen deutschen Akzent abgewoehnt, kein Englaender packt mich mehr nach "Deutschland") und begeistert, da aus Deutschland ja all die musikalischen Genies (Brahms, Bach und Co.) kommen und sie immerhin dort die besten Arbeitsbedingungen gefunden hat *grins*
WOW *lol*

Ich denke, dass ich den Rest des Wochenendes (wie immer) damit verbracht habe, mich durch die (am Wochenende mit Touristen vollgestopfte) Stadt zu quaelen, in diversen Coffe Shops mit Freunden zu treffen, ins Theater oder Kino zu gehen und nebenbei noch halbwegs zu versuchen meinen Bildungsstand nicht vollkommen verkuemmern zu lassen *hust*

Die letzten beiden Filme, die wir (im Kino) gesehen habe waren "BORAT" (eine irre-lustige wenn auch uebertriebene Doku-Komoedie, in der die Amis nicht unbedingt gut wegkommen *g*) und "BREAKING AND ENTERING" (was im Deutschen wie ich eben erschreckend feststellen musste) als "Einbruch und Diebstahl" in die Kinos kommt (ich hoffe, dass sie dies zumindest als Untertitel lassen, da sonst die eigentliche "Doppeldeutung" vollkommen abhanden geraet).
Ein 1A genialer und sehr intelligenter Film (mit Jude Law und Juliette Binoche), der die Geschichte eines muslemischen Diebes erzaehlt, der bei einem Einbruch in das Büro eines jungen Architekten von diesem überrascht wird. Diese Situation und einige darauffolgende Ereignisse bringen nicht nur den jungen Mann dazu, sein Leben neu zu überdenken...

Die Woche war ansonsten sehr stressig (da A. aus dem Krankenhaus zurueck und die ganze Zeit zu Hause ist) und hinzu kommt, dass ich im Moment massiv schlechte Laune habe. Di und Mi hatten wir Abschlusspruefungen und ich denke, dass ich mich trotz einiger Konzentrationsschwierigkeiten einigermassen gut gemacht habe (Das Ergebnis bleibt abzuwarten).

Wusstet ihr, dass Michael Ballack 6 Autos hat, darunter einen Ferrari, und seine Frau den Kauf einer 50 000 Euro ARMBANDUHR(!) als Schnaeppchen betrachtet, aber eine Stunde Spaziergang mit ihren eigenen Kindern im Park als Folter? *g*
Well.. Ich sollte hier eigentlich nicht so viel ausplaudern, sonst kommt uns irgendwann noch ein Papparazzi auf die Spur und wir werden erpresst und/oder bestochen, wobei letzteres... Lassen wir das! *g*

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