My Life In London

Ein kleiner Auszug aus meinem Leben hier in London, nachdem ich Duesseldorf und meiner Heimat den Ruecken gekehrt habe ...

Sunday, December 17, 2006

Horrortrips Und Puzzles

Die letzte Woche war irgendwie Wahnsinn und hat mich muede und erschoepft ins Wochenende entlassen.
Mein neuer Kurs am "Hammersmith, Ealing & West London College" hat angefangen und ich hatte alle Haende voll zu tun puenktlich zum Unterricht zu erscheinen, was dank des Londoner Verkehrs (es ist faszinierend wie man 50 min im Auto sitzen und gerade mal 4 Meilen zurueck legen kann *grrr*) und meines Jobs nicht gerade einfach war. Hinzu kommt dass unsere neuen Tutoren einfach nur "langsam" sind. Ich musste mich extrem zusammen reissen, denen nicht die Meinung zu geigen. Unser "headmaster" hat sich nach einigen Tagen auch als ziemlicher Idiot entpuppt und am Freitag hatte ich eine ordentliche Auseinandersetzung mit seiner Majestaet, was darin resultiert hat, dass er allen Ernstes die Polizei verstaendigen wollte (als wenn die nichts Besseres zu tun haetten, als einen Autoritaetsuntergrabenem Lehrer mit Profilneurose vor seiner Schuelerin zu retten) - lachhaft!

Am Montag waren wir in der "TEMPEL KIRCHE" (jeder, der den "DA VINCI CODE" bzw. "DAS SAKRILEG" (wie es in D heisst) gelesen/gesehen hat, sollte diese location kennen) in der Londoner "City", wo A.'s Anwaltsbuero den jaehrlichen Weihnachtsgottesdienst abgehalten hat, was bedeutete dass die Kirche voll mit Anwaelten aus dem Londoner Bankenviertel war *gaehn*. Danach gab es ganz traditionell "mince pies" und Gluehwein (ja, den gibt es hier auch!).


Im Kino waren wir natuerlich auch mal wieder (wie koennte es anders sein).
"DEJA VU" mit Denzel Washington - ein genialer Film, der mich trotz diverser Action Szenen sehr begeistert hat. Ich stehe auf derartige "Puzzle-Filme" in denen die Handlung von hinten nach vorne aufgekrempelt wird und die trotz einiger Science Fiction Elemente Koepfchen und Substanz haben. Ein "must-have-seen" *g*

Gestern habe ich nach langer, langer Zeit mal wieder Greg getroffen (uns verbindet, dass er im gleichen Krankenhaus hier in London geboren wurde, in das ich einmal vor gut drei Jahren gekarrt wurde und die schrecklichste Nacht meines Lebens verlebt habe (meine liebe, suesse Jess weiss jetzt sicher genau wovon ich rede *hust*) - umringt von betrunkenen, blutueberstroemten, schreienden Wahnsinnigen, Halbtoten in Handschellen und Krankenschwestern die kein Englisch sprechen *ggg*
Wie dem auch sei, wir hatten uns ewig nicht gesehen und nachdem er mich vom Bahnhof in Tunbridge Wells (in der Grafschaft KENT, gut eine Stunde von London Waterloo entfernt) abgeholt hat, sind wir zu seinem Haus in Crawborough gefahren und hatten spaeter einen wunderschoenen Abend bei Kerzenlicht und mit fantastischem "Pubessen", welches ausnahmsweise mal essbar war *g*

Die Rueckfahrt war ein Horrortrip.
Es war eiskalt und ich durfte erstmal 40 min am Bahnhof auf den naechsten Zug warten. Dieser fuhr lediglich bis Tonbridge (zwei Stops weiter) und von dort aus gab es nur noch einen "Schienenersatzverkehr" (Bus Replacement Service) nach Sevenoaks und Orpington. Das Ganze hat ewig gedauert und unser charmanter Busfahrer hat es allen Ernstes geschafft sich komplett zu verfahren, so dass wir nicht nur in einem unbeheizten Bus (typisch fuer England) bei Minusgraden festsassen, wir haben auch noch unseren Zug in Orpington (KENT) verpasst. Nach einem Beschwerdegang zum "Station Manager" und dem Erhalt eines "Beschwerde-Bogens", jedoch keinerlei Entgegenkommen des Bahnhofspersonals durften wir dort noch einmal 50 min auf dem eiskalten Bahnsteig warten. Als ich endlich um 0.20Uhr (nach 3 Stunden!!!) in London Waterloo ankam, war natuerlich mein letzter Zug gerade abgefahren, so dass ich weitere 1 1/2 Stunden brauchte um nach Hause zu kommen. Um 2 Uhr nachts war ich dann dort - halb erfroren, muede und einfach nur FERTIG! Purer Wahnsinn, aber nichts was ich hier nicht schon einmal in irgend einer Form erlebt haette. (Das sind die Zeitpunkte, an denen ich diese Stadt zu hassen neige)

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