Home Sweet Home
So. Seit genau 4 Tagen bin ich nun wieder im vertrauten Meerbusch *g* und was soll ich sagen ...
Ich glaube ich könnte jahrelang die Wüste Gobis bereisen oder monatelang Manhatten unsicher machen.. wenn immer ich nach Meerbusch zurück komme scheint alles so zu sein wie es immer war, als wäre ich niemals weg gewesen... Gruselig..

Weihnachten war mehr oder weniger harmonisch *hust* und wir hatten dieses Jahr sogar einen Weihnachtsbaum. Am ersten Weihnachtstag sind wir zu meinem Onkel ins idyllische Breckerfeld (ein absolutes Kuhkaff irgendwo zwischen Hagen und Wuppertal) gefahren und meine Ma hat fast einen Herzinfarkt erlitten, als ich beim Rechtsabbiegen (irgendwie und unbeabsichtigt) in die linke Fahrspur und somit in den Gegenverkehr geraten bin. Hierzu möchte ich noch einmal betonen, dass ich (für eine Frau) aussergewöhnlich gut fahre und ohne arrogant klingen zu wollen - wenn man in London's Zentrum fährt kann man überall fahren.. Was fahren die denn hier auch auf der falschen Seite *lach*
Wir leben aber noch!
So vertraut und unverändert alles hier scheinen mag.. letztendlich gibt es mitunter schon einige Dinge die sich für mich ganz persönlich verändert haben nach all der Zeit..
Z.B. der Blickwinkel unter denen ich die Leute um mich herum hier wahrnehme. Was früher immer vertraut und selbstverständlich erschien ist nun mehr immer öfter ungewohnt und verzerrt - allem voran die Sprache. Da ich erst einige Tage hier bin funktioniert mein Gehirn noch nach folgendem Schema: Leute um mich herum die Deutsch sprechen und Leute die MIT mir Deutsch sprechen = Modus Deutsch (d.h. es wird Deutsch gedacht und Deutsch geredet). Um mich herum wird NICHT geredet und/oder ich lese z.B. in der Bahn mein Buch und/oder höre Musik, denke nach, wie auch immer = Modus Englisch (d.h. es wird in Englisch gedacht etc.) Wenn dann z.B. jemand in die Bahn kommt der sich still neben mich setzt und dann mit seinem Freund/Mann/Bruder was auch immer anfängt Deutsch zu reden = kurzes Erschrecken meinerseits und einen kleinen Tritt ans Gehirn: Befehl: Modus wechseln.
Manchmal ziemlich anstrengend. Vor allem wenn man aus der "Stille" heraus einfach nur einen Kaffee bestellen möchte *ouch* :-)
Gestern war ich mal wieder "Wohltäter der Menschheit" (+ chronisch pleite) und war zur "Thrombozyten-Spende" in der Uniklinik Düsseldorf. Früher habe ich immer nur Vollblut gespendet und mir war nicht bewusst WIE viel länger diese Art der Spende dauern würde *gähn* Zudem ist mir von dieser Zitronensäure irgendwie ziemlich übel geworden, aber was tut man nicht alles *räusper*
Danach haben sich Vany und ich ins "nachweihnachtliche-umtauschwütige" Düsseldorf gestürzt, bei SUBWAY Cola gespielt und Thunfisch getizzt, endlos Läden nach DVDs abgegrast, keinen anständigen Coffee Shop gefunden, unfreundliche Kaufhofmitarbeiter zusammen geschissen - (Da weiss ich doch wieder meine Trantüten von MARKS AND SPENCER Kassierern zu schätzen *grins*) - sowie Mordgelüste in der Bahn gekriegt (bei der Anwesenheit gewisser 15-jähriger, die ihre primitiven Diskussionen nicht auf Hinterhofspielplätzen diverser Sozialbauten austragen konnten, sondern ihre Kifferrunde dorthin verlegt hatten).
Willkommen in Deutschland - da fühlt man sich gleich zu Hause ...


1 Comments:
ähm.. hallo??? war es dir nicht möglich ein familienfoto zu finden auf dem ich auch bin? ich bin äußerst empört! und dann auch noch so tun als wären alle drauf.. tssss.. NEIN!! deine liebe schwester war NICHT mit drauf!! *schnief* also manchmal.. *schnief*.. machst du mich schon echt traurig... *schnief*
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