My Life In London

Ein kleiner Auszug aus meinem Leben hier in London, nachdem ich Duesseldorf und meiner Heimat den Ruecken gekehrt habe ...

Sunday, September 03, 2006

Angekommen

Dies wird also mein erster Eintrag - eine Premiere und ich liebe Premieren.Meine Woche war bis jetzt Stress pur und doch habe ich es genossen.Die Nacht von Sonntag auf Montag war grauenvoll und ich habe mal wieder kaum geschlafen (hat irgendjemand ein paar Tips gegen Schlafprobleme die mitten in der Nacht und nachdem man bereits fuer 4 Stunden geschlafen und getraeumt hat auftreten? Her damit...)Montag morgen - Acht Uhr aufstehen, duschen, fruehstuecken, Koffer packen, wie eine Irre durch unseren Ort rasen auf der Suche nach... ta ta... Tesafilm (!) und anschliessend von einer Mutter angemotzt werden, die nicht verstehen kann wie man gewisse Sachen in letzter Minute und noch dazu in Lichtgeschwindigkeit erledigen kann ohne dabei (wie andere) etwas zu verlieren - wie z.B. die Geduld *ggg*

Dann war da noch irgendwo eine kleine Schwester welche es liebt fuer mich Geschenke einzupacken und sich mit Zahnpasta im Mund furchtbar darueber aufregen kann, dass man sie gefooled hat und zwar Muehe aber nicht Zeit sparen wollte (sorry Vany)!

Der Flughafen ist ein Ort den ich inzwischen wirklich lieben gelernt habe. Ich habe schon Stunden (und zusammen gerechnet bestimmt Tage) dort verbracht. Als Kind hat uns unser dad oft dort hin genommen, um stundenlang die Flieger starten und landen zu sehen (und anschliessend mit teuren Flughafensuessigkeiten und Modellflugzeugen versorgt zu werden). Spaeter (und immernoch) war er ein Ort der Freiheit fuer mich. Hinzu kommt, dass ich die Fliegerei schon immer geliebt habe. Als ich Siebzehn war habe ich mich bei Lufthansa fuer eine Pilotenausbildung beworben (wo ich zwar weit gekommen bin aber letztendlich nicht bestanden habe) und ein paar Monate spaeter bei der DFL (Deutsche Flugsicherung) in Hamburg. Auch dort wurde ich eingeladen und habe den (wirklich unsagbar kompakten und herausfordernden) Test absolviert, welcher in meinen Augen den Pilotentest bei der Lufthansa noch um Einiges uebertrifft. Von Hamburg habe ich damals wirklich nichts gesehen *g* aber es war eine Wahnsinnserfahrung die ich nicht missen moechte.

"Regenschirme sind nicht erlaubt, das steht auch bei den Beschraenkungen beim Security Check fuer Handgepaeck, guck dir diese Waffe an" (mit meiner Schwester am BA Check In)
Nach einer kleinen Diskussion darueber fing die Dame hinter uns ploetzlich wild an in ihrer Handtasche zu kramen und sagte zu ihrem Mann: "Ich glaub den Schirm habe ich eh vergessen"... *lach* Damit waren natuerlich "Knirpse" nicht gemeint *ggg*

Flughaefen sind ausserdem fabelhafte Orte um Leute zu beobachten.
Mein Flug war puenktlich und abgesehen von den Unwetterwolken die unser Pilot unbedingt beim Anflug auf London umgehen wollte auch ohne Turbulenzen (die ich so liebe).

Dienstag, Mittwoch und Donnerstag bestand im Grunde eigentlich darin, auf drei niedliche Kinder und einen Hund aufzupassen, waehrend meine groesste Herausforderung darin bestand nicht die Geduld zu verlieren (und darin bin ich Meister). Wir waren schwimmen, spazieren, im Kino, bei Starbucks und ich kam sogar dazu meine kuenstlerische Ader (die sehr, sehr tief liegt) wieder zu entdecken und zu zeichnen. Nun weiss ich warum Frau Scheer, meine liebliche Kunstlehrerin am Meerbusch Gymnasium mich nicht leiden konnte *g*Endlich habe ich "Pirates Of The Caribean II" gesehen und falls ich es noch nicht erwaehnt habe, Johnny Depp und Orlando Bloom sind absolut .. zum kreischen (und falls das Teenagermaessig klingen sollte: Pech gehabt).

Ich wohne in Putney und die Gegend hier ist absolut akzeptabel, ebenso wie zentral.
Am Mittwoch haben L., L., R. und ich es geschafft Eineinhalb Stunden zu laufen.. und zwar vom Kino in Wimbledon bis vor unsere Haustuer - man war beeindruckt *ggg* - wobei ich schwer damit beschaeftigt war zu verhindern, dass gewisse Siebenjaehrige auf der Suche nach diversen Muenzen unter Doppeldeckerbusse fallen, waehrend L. unsere Einkaeufe, sprich rund ein duzend Bananen als Waffe benutzt und so vollkommen zu Bananenmus verarbeitet hat - ein wirkliches Talent der Junge *g*Es gibt viel was ich an England liebe, aber eine Sache davon sind die Zeitschriften (fragt mich nicht warum). In Deutschland wuerde ich mir gewisse Magazine niemals kaufen, aber hier bin ich regelrecht suechtig danach. Now, Hello, O.K., Closer und Co. haben es mir (peinlicher Weise) echt angetan und WHSmith ist ohnehin einer meiner Lieblingslaeden. Dazu spaeter mehr.
Ausserdem haben wir herausgefunden, dass Woolworth hier in Putney perverse Sicherheitsleute beschaeftigt und Hunde tatsaechlich schwimmen koennen (waer haette das gedacht). Gut aussehend heisst nicht immer gut aussehen und das Wichtigste beim Kochen fuer ein halbes dutzend Leute heisst: Ruhe.Das war meine Woche soweit und im Moment bin ich einfach nur froh, dass ich mich erstmal erholen kann, bevor die Arbeit anfaengt.Ich habe mich am South Thames College hier beworben, werde aber wohl letztendlich doch nach Richmond gehen, um Geld (welches ich nicht besitze) zu sparen. We'll see.

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